Testbericht: DELL Streak
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Testbericht: DELL Streak
DELL Streak 5 Testbericht
Was ist das Streak?
DELL selbst bezeichnet das neue Gerät als "Widescreen Tablet". Für einen klassischen Tablet-PC ist es womöglich zu klein und für ein Smartphone zu groß? Die Verbindungen zu externen Geräten erfolgt ausschließlich über Bluetooth. Mit einer Sim-Karte kommt man ins Handynetz und über WLAN oder UMTS auch via VoIP. Ist das Streak also ein Smartphone der neuesten Generation?
Das Dell Streak im Preis-Leistungs-Test
Was bekommt man fürs Geld geboten? 600 Euro kostet die Standardausführung in schwarz oder rot, ein UMTS-Datenvertrag ca. 25 Euro im Monat und der Vertrag mit einem VoIP-Dienst ca. 9 Euro. Das macht über zwei Jahre gerechnet 1.416 Euro. Das iPhone kostet im Vertrag bei der Telekom monatlich mit Internet Flat ab 50 Euro. Bei Vertragsabschluss kommt eine Einmalzahlung über 300 für die 16 GB-Variante dazu. Das sind über zwei Jahre 1.500 Euro. Das Streak ist also je nach Konfiguration 100 bis 200 Euro billiger.
Kann das Streak auch tatsächlich VoIP mit einem beliebigen Provider Kontakt aufnehmen und sich wie ein Handy verhalten? Grundsätzlich kann die Frage mit ja beantwortet werden. Aber es gibt Hindernisse. Zunächst ist ein Internetzugang über WLAN oder UMTS notwendig.
Systemintern ist ein VoIP-Client vorinstalliert. Dieser lässt jedoch keine freie Konfiguration des Anbieters zu. Alternativen werden diverse Apps für VoIP angeboten. Als praktikabel stellte sich das 3CXPhone heraus. Ohne Abstürze und andere Macken kann mit dieser Software auf dem Streak telefoniert werden. Jedoch wird im Empfangsmodus der Akku ziemlich schnell leer gesaugt.
Das Touch-Screen-Display
Der Bildschirm ist gegenüber anderen Smart-Phones riesig und ermöglicht auf der Touch-Screen-Tastatur ein flüssiges Arbeiten. Texte lassen sich mühelos eingeben. Die Tastaturgröße wird mit dem nächsten Update auf Android 2.1 (ab September) noch einmal größer, da das Nummern-Pad auf der rechten Seite ersatzlos gestrichen wird.
Die Bilder und Videos die mit dem Streak aufgenommen werden haben eine gute Qualität. Die Aufnahmeverzögerung ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Der Ton des Videos wird mit dem Sprechmikro aufgenommen. Da dieses jedoch nach hinten zeigt ist der Ton vorne kaum zu hören.
Auch beim Video gibt es in der nächsten Systemversion 2.1 ein Update. Videos können dann mit bis zu einer Auflösung von 1280 x 720 - aktuell nur 640 x 480 – Bildpunkten aufgenommen werden.
Der Speicher des Streak lässt sich auf 32 GB mit einer Mini-SD-Karte erweitern. Beim Kauf steckt in der Standardausführung jedoch nur ein 16 GB Speicher von SanDisk im Streak.
Die internen Software-Apps des Betriebssystems, wie Mail, Browser, Maps, Kontakte, GMail etc. lassen sich flüssig bedienen und machen einen ausgereiften Eindruck.
Dell Streak im Praxistest: Remote-Anbindung
Ganz wesentlich für den Einsatz des Streak ist eine vernünftige Anbindung als RDP-Client. Die von mir verwendete App ist das Remote RDP in der Version 3.0 von www.toremote.com. Die App arbeitet flüssig und macht einen sehr guten und ausgereiften Eindruck. Kostenlos kann man mit der App nur eine Remoteverbindung konfigurieren. In der Vollversion ist die Anzahl der Verbindungen beliebig. Die Funktionen, wie Copy und Paste, Tonübertragung etc., stehen dem RDP-Clienten unter Windows kaum nach. Will man das Streak als RDP-Client für den Remoteeinsatz nutzen, empfiehlt sich jedoch ein externes Mauszeigegerät. Selbst in geringer Auflösung ist es kaum möglich, die Menüs und Knöpfe mit dem Finger richtig zu treffen. Schick wäre auch ein kleiner Stift. Die von mir getesteten Materialien lösten jedoch keine Reaktion auf dem Bildschirm aus. Via Bluetooth oder USB 2.0 lassen sich aber Mäuse und Tastaturen anschließen. Sogar die Magic Mouse von Apple lässt sich mit „0000“ anmelden. Jetzt fehlt nur noch eine entsprechende App für die Steuerung im System.
Fazit zum Dell Streak
Wer lieber mit einem unauffälligen Handy mit langer Laufzeit telefoniert, für den ist das Streak nichts, aber auch nicht das iPhone. Wen jedoch die Größe des Streak nicht stört wird mit einem universellen Gerät für das Business wie für Hobby und Spiel belohnt. Dank seines hervorragenden großen und farblich sehr angenehmen Displays ist das Streak so vielseitig wie kein anderes Smartphone einsetzbar.
Die Funktionen werden über die verfügbaren Apps definiert – wie bei jedem anderen Rechner auch. Streak ist gut für unterwegs. Als Navi, zum E-Mails abrufen, zum Internet surfen, zum Sterne beobachten, als Videobetrachter oder als MP3-Player. Das Streak eignet sich aber auch als Instrument für Entwickler oder Administratoren, um den Zugriff auf entfernte Systeme mit einem kleinen Gerät von überall aus absichern zu können. Die Bildgröße anderer Smartphones ist dafür zu klein und eigentlich nicht nutzbar. Das Streak hat eine Größe in der solche Arbeiten tatsächlich frustlos erledigt werden können.
Prozessoren
QSD 8250
Betriebssystem
Android (Multitouch-Oberfläche)
Bandbreiten
UMTS 2100 / 1900 / 850 MHz
GSM / EDGE 1900 / 1800 / 900 / 850 MHz
HSDPA / HSUPA:HSDPA 7,2 Mbit/s / HSUPA 5,76 Mbit/s
Display
13 cm (5") WVGA (800 x 480) In-Cell-TFT-LCD mit Multitouch
Kamera
Kamera an der Rückseite mit 5 MP und Autofokus plus VGA-Kamera an der Vorderseite
Video
H.263 / H.264, .3GP, MPEG4, WMV
Ton
MP3, WMA, AAC, AAC+, eAAC+, AMR, Midi, WAV
Nachrichtenfunktion
SMS, MMS, E-Mail, IM
Browser
WebKit (Android)
Speicher
512 MB ROM + 512 MB SDRAM + 2 GB nicht durch Benutzer zugängliche MicroSD für System- und Anwendungsdateien
Massenspeicher
1 für Benutzer zugänglicher MicroSDTM-Kartensteckplatz (16 GB ab Werk installiert)
Abmessungen
152,9 x 79,1 x 9,98 mm
Gewicht
220 g
Akku
1530 mAh
Sonstiges
Umgebungslichtsensor, Entfernungssensor, Beschleunigungsmesser, E-Kompass, GPS, Kapazitätssensortasten

